Rätsel

Aber Rätsel gibt es nicht. Es gibt nur Verrätselungen – entweder künstliche, wenn wir etwas so beschreiben oder zeichnen, dass jemand anderes ins Grübeln gerät, oder reflexhafte, wenn unsere Routinen oder Theorien so sehr mit der Wirklichkeit kollidieren, dass wir das nicht ignorieren können: Wenn wir dann nicht in diesem Umstand das Problem erkennen, sondern es in die Welt projizieren, schaut sie rätselhaft zurück.

Jan Philipp Reemtsma, Vertrauen und Gewalt,
Pantheon 2009

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