Katz & Fuchs

Es trottet ein Fuchs aus dem Wald. Eine Katze
schleicht knapp hinterdrein. Ganz langsam. Kein Mucks.
Dem Jagdinstinkt folgend verfolgt sie den Fuchs,
geduckt und fast schwebend auf samtweicher Tatze.

Der Fuchs wiedrum schlendert, als wenn gar nichts wäre.
Bemerkt sie nicht. Sie aber ist auf der Jagd.
Nach ihm. Doch das lässt ihn ganz kalt. Unverzagt
kreuzt er lässig die Lichtung ins kühl waldesleere.

Was meint dieses Bild? Was soll so ein träger
Vergleich? Und was bitteschön lehrt uns das heute?
Fast sicher scheint mir, dass der Sinn solcher schräger

Metaphern auf mich weist, der wie andre Leute
ganz gern mal im Leben denkt, er sei der Jäger –
nur merkt das meist niemand, schon gar nicht die Beute.

4 Gedanken zu „Katz & Fuchs

    1. Aaaalso: Das Original ist das Original ist das Original hier im blog. Ach ja: Wenn das 1.000ste geklebt ist, hätt ich gern ein Foto davon .-)

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