Julimorgen

Da drüben schwirrt ein meckerndes Gelach
Von hinten klingt das Klirren kleiner Tassen
So langsam wird der Tag halbwach
Und kriegt in aller Schönheit sich zu fassen

Espresso dampft sich schneidend eine Spur
Am Nebentisch wird leis und schnell gesprochen
Der Himmel ist vollrohr azur
Nie hat ein Morgen besser je gerochen

Drei Herren trinken Bier sans Alcohol
Auf Schlappen murrt ein Gast sich seine Wege
Ein Tauber plustert sich frivol
Der Wind entführt Serviette und Belege

Dann plötzlich wird es laut, der Trott beginnt
Ein Kellner singt am Nebentisch Schmonzetten
Die Götter sind uns wohlgesinnt
Der Tag ist durch sich selbst nur noch zu retten

Ein Gedanke zu „Julimorgen

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