Wochenende

Zärtlich flirrt der Amsel Kecken
Sonne streicht durch hohes Grün
Lasse die Gedanken zieh’n
Welt ist allerschönster Flecken
– scheppernd schmettert grell ein Becken.

Dunkles ist nun wieder hell
Hier auf frischgestrich’ner Wiese
Unter milchigblauer Brise
Ist nichts wichtig, nichts ist schnell
– Piccolo fiept zahnschmerzgrell

Menschheits allerbeste Laune
Trägt mich gottlos leicht und klar
Weit in schönstes Trallala
Fern des Lebens Grundgeraune
– mürrisch muht eine Posaune

Sommerwarmer Lustrabauke
Schnurre ich in Tempratur
Löse meiner Fesseln Schnur
Weiß mich eins mit Lurch und Rauke
– stampfend pumpert eine Pauke

Tief entspannte Menschpastete
Lasse ich das Sorgen sein
Hüll’ mich sanft und samten ein
In die Sommertagstapete.
– hustend blecht da die Trompete

Gänzlich weich wird mein Profil
Ich verlier’ Kontur und Halt
Werde eins mit Welt und Wald
Wünsche nichts und will nicht viel
– klirrend klimpert Glockenspiel

Sinnend schau ich die Palette
Aller Grüns in Baum und Busch
Pfeife auf des Lebens Pfusch
Les’ Naturens Lustsonette
– knarzend kracht die Klarinette

Prall ist mein Gefühlskarton
Leichtes Sommerdieb-Gepäck
Madengleich ruh’ ich im Speck
Lutsch’ des Lebens Lutschbonbon
– Trommel rührt im Krachbeton

Es ist Schützenfest-Saison.

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