Eine Art Programm

Eine Viertelstunde alles runterklappern, was in deinem Kopf ist. Jeden Tag. Nur die eine Viertelstunde, nicht mehr und nicht weniger. Eine Art geistiger Hygiene, feucht durchwischen im Hirnkasten. Einfach alles hinschreiben.

Sprünge riskieren. Die sind ohnehin am besten und bringen einen weiter. Weeeeiter! Ein Sprung bringt Dich weiter als 10 Schritte, wußte schon Bob Beamon.

Zum Beispiel die Geschichte mit der Frau, die aus ihrer Ehe und ihrem Leben wegfährt, gar nicht weit, sondern quasi um die Ecke und die dort den Tankwart trifft, mit dem sie den Rest der Geschichte in der Küche sitzt und sich über das Leben und die gemachten Vorstellungen unterhält. Und darüber, was sie so denken, die beiden, und ohne jede große Entwicklung und Romanze machen sich beide einfach ein bißchen leer voreinander und es passiert nichts und mit wem kann man sowas schon machen?

Draußen fahren Autos, weil es ist ja Fußgängerzone. Bis 11 Uhr darf alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, da durchfahren. Dann ist Pause und zwischen 18 und 19 Uhr geben dann alle nochmal Gas. Sonst ist der Tag irgendwie nicht richtig zuende gebracht.

Erst war es kühl und bedeckt, jetzt reißt alles auf, als wäre die Welt voll schlechter Luft und die Sonne kommt durch. Ich finde das nicht nur schön, denn diese jugendlich protzenden Sonnenstrahlen erinnern mich immer daran: Könntest auch mal wieder Fensterputzen, Alter. Gemach, gemach, mach ich. Aber erst wenn ich gespült habe und vorher muß ich noch die Wäsche aufhängen und alles. Also: erstmal in Ruhe diesen Satz hinschreiben.

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