Von der Unentschiedenheit

Das Jahr beginnt bis jetzt doch sehr bescheiden.
Es weiß so irgendwie nicht, was es will.
Es kann sich beispielsweise nicht entscheiden,
ob es nun Februar sein soll – oder April.

Erst war der Winter weich und sanft für Luschen,
jetzt plötzlich ists ein Winter für die Harten.
Erst sah ich Kuckucke im Sommerfell rumhuschen,
jetzt stürzen halbvereiste Amseln in den Garten.

Noch Anfang Jänner gingen Leut’ halbnackig.
jetzt sitzen gutbepelzte Mützen tief.
Man zittert, steht steif rum und geht sehr zackig,
sehnt sich nach Winterschlaf, als Bär, der seelig schlief.

Was soll das? Kann denn niemand mehr was richtig?
Nicht mal der Winter? Was läuft hier verkehrt?
Ein bißchen mehr Entschiedenheit wär wichtig.
Ich bleib solang im Bett, bis sich das klärt.

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