2 Gedanken zu „Kinkerlitzchen

  1. Ich zieh Tiere (aus Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache des 20. Jhdts.):

    Kinkerlitzchen Plur. ‘unnützer Kram, Albernheiten’, seit dem 18. Jh. nachgewiesen, zuerst Bezeichnung für ‘modische Kleinigkeiten, Putz’. Alle bisherigen etymologischen Deutungen sind unbefriedigend. Bislang meist als Umbildung von frz. quincaille ‘Eisen -, Kupfergerät, Kurzwaren’ erklärt oder als verdunkelte Zusammensetzung aus Kanker ‘Spinnentier’ und Litze ‘Faden eines Gewebes’, daher ‘Wertloses wie ein Spinnengewebe’; letzthin auch zu Konterlitze ‘kleine Art Mücken’, aus nsorb. kuntorlica, in Beziehung gesetzt. Vgl. die zusammengetragenen Deutungsversuche von Seibicke in: Mutterspr. (1975) 213ff.

    1. Oh, danke für den Hinweis! Ich schau bei sowas immer gern ins Grimmsche Wörterbuch, da kommt man ja dann meist von Hölzken auf Stöcksken und rumfidebum im Kreis herum …

      KINKERLITZEN, pl. ein merkwürdiges md., theilweis auch nordd. volkswort. kinkerlitzen heiszt es in Schlesien Weinhold 43a, in der Altmark Danneil 100b, kinkerlitschen im Göttingischen Schambach 100a, in Fallersleben Frommann 5, 150, mit demin. endung kinkerlitzchen in Thüringen, Sachsen, Berlin, auch in Waldeck Curtze 476a, immer nur im pl. gebraucht.
      1) die bed. ist
      a) hauptsächlich flitterstaat, flitterkram, wertloser putz, so schles., sächs., thür., berlin., hannöv: Regine (den übrigen putz im korbe besehend). und noch blümchen, und kinkerlitzchen
      b) …

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      Feine Sache, dieses Grimmsche Dingsbums. Alles andere als Kinkerlitzchen!

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