Einer dieser Tage

Der Kopf zu klein. Das Hemd zu groß.
Das Bein zu lang. Zu dick der Bauch.
Die Haut zu dünn. Die Nerven auch.
Mir passt heut nichts. Was mach ich bloß?

Die Luft zu nass. Der Kuss zu fein.
Die Wurst zu weich. Das Brot zu rau.
Das Rot zu gelb. Zu grün das Blau.
Das kann doch so nicht richtig sein?

Die Lieb zu nah. Das Glück zu fern.
Das Bett zu warm. Der Schnaps zu kalt.
Die Katz zu jung. Die Frau zu alt.
Hat mich die Welt denn heut nicht gern?

Das Licht zu hell. Zu leis der Krach.
Der Arm zu kurz. Das Haupt zu kahl.
Der Weg zu grad. Zu tief das Tal.
Ist es zu stark? Bin ich zu schwach?

Das Hemd zu klein. Der Kopf zu groß.
Der Tag durchwacht. Die Nacht verpennt.
Ich bin doch sonst indifferent –
was ist denn heut bloß mit mir los?

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